Die diesjährige Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft Kanzleimanagement am 19. September 2014 in Wiesbaden stand unter dem Motto „Das liebe Geld oder: work smart, not hard“. Die Referenten Herbert P. Schons, Michael Germ und Ilona Cosack beleuchteten das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten, bevor sich die Teilnehmer im abschließenden Workshop untereinander und mit den Referenten austauschen konnten.

RAuN Schons gab wertvolle Tipps zu Strategie und Taktik der Vergütungsverhandlung. Dabei wies er auf viele Fallstricke im Vergütungsmanagement hin. Insbesondere das Thema Vergütungsvereinbarung nach dem RVG machte den Teilnehmern wieder bewusst, wie viele Fehlerquellen hier lauern und wie wichtig es ist, bei Vergütungsvereinbarungen genau und konsequent zu arbeiten.

Wie immer anschaulich, greifbar und praxisnah referierte danach Michael Germ, Geschäftsführer der GermConusult aus Duisburg zur Effizienzverbesserung in der Kanzleiarbeit. Drei Herausforderungen müsse sich der Anwalt heutzutage stellen: Preis, Kosten und Qualität. Germ erklärte anhand einer Exceltabelle, wie der Kostensatz der Kanzlei und des einzelnen Mandats zu ermitteln sei.  Dabei plädierte er für eine konsequente theoretische und praktische Unterscheidung zwischen der sogenannten anwaltlichen Kreativ-Tätigkeit und der unterstützenden, nicht – juristischen Tätigkeit. Dies sei die Grundlage für effizientes Arbeiten.

Ilona Cosack, Inhaberin der ABC Anwaltsberatung Cosack in Mainz,  vermittelte den Teilnehmern,  dass und wie sie mit ihren Mandanten über Geld reden könnten und müssten. Die Kommunikation bei Vergütungsverhandlungen wolle gut vorbereitet und geübt sein.  Auch hier müsse man sich in erster Linie im Klaren sein, wieviel die Anwaltsstunde aus Sicht des Anwalts wert sei. Welche Motive habe der Mandant und welche Dienstleistungen erwarte er? Diese Punkte bestimmten u.a. den Wert der Anwaltsstunde aus Sicht des Mandanten.  Cosack gelang es mit hilfreichen Praxistipps darzustellen, wie Mandanten vom Preis/Wert der anwaltlichen Leistung überzeugt werden können.

Im abschließenden Workshop  mit den Referentenstellte erwies sich wieder einmal, wie sinnvoll  und wertvoll der Erfahrungsaustausch unter Kollegen ist.  Am Ende des Tages gingen die Teilnehmer zumindest mit dem guten Vorsatz nach Hause, schon in der anschließenden Kalenderwoche einiges zu ändern bzw. in die Wege zu leiten.

Passau, im September 2014

RA FAArbR FAErbR Solange van Rens, LL.M.

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