Von Gewinn und Verlust.

Das Unternehmen Anwaltskanzlei ist, wie jedes Unternehmen, darauf angewiesen, Gewinn zu erwirtschaften.

Dazu bedarf es einer Umsatz-, einer Kosten- und einer Gewinnplanung. Zur Feinsteuerung bedarf es je nach Kanzleigröße geeignete Kennzahlen, um die Abweichungen frühzeitig zu erfassen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Idealerweise ist die betriebwirtschaftliche Steuerung mit der Rechnungslegung so verzahnt, dass alle Daten auf Knopfdruck darstellbar sind.

Vor allem das Fremdgeld (gesondert auszuweisen, idealerweise auch auf einem gesonderten Konto außerhalb der Kanzleiliquidität abgesichert), die Umsatzentwicklung und Kennzahlen wie Auslastung, Kapazität, offene Posten, Work in progress (sog. halbfertige Arbeiten, also noch nicht abgerechnete Positionen) sind relevant. Dies darf aber nicht dazu führen, dass die betriebwirtschaftlichen, die aus der Stellung des Rechtsanwaltes gebotenen Handlungen, beeinflusst werden.

Insofern hat der Anwalt ein besonderes Risiko mitzuvertreten, nämlich dass eine aus der Sicht des Organs der Rechtsstellung gebotenen Handlung trotz fehlender betriebswirtschaftlicher Begründung vorgenommen wird (etwa: Einlegung der Revision trotz Nicht-Eingangs von Vorschüssen; Antragstellung vor PKH-Antragsbescheid, etwa wegen Fristen im Arbeitsgerichtsprozess …). Dieses gesonderte Risiko sollte in die Dienstleistung des Anwaltes „eingepreist“ werden, also vergütungserhöhend wirken. Also muss der Anwalt nicht nur wie ein guter Betriebwirt sein Finanzmanagement im Blick haben, sondern er muss darüber hinaus, die berufsspezifischen Risiken berücksichtigen und mit einem „Polster“ arbeiten.

Datenschutz in der digitalisierten Kanzlei – Aktuelles, Ausblicke und Anwendungen

Deutscher KanzleiManagementTag 2018 (#DKMT)

13. & 14. April, Hamburg

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